Würdige Empfangsfeier für die Baselbieter Schwinger

Hof Mättenbol in Diegten, in idyllischer Umgebung gelegen, bot sich als Empfangsort bestens an, abendlicher Sonnenschein beleuchtete die feierliche Eröffnung des Anlasses.

Im Sennenmutz, wie sichs gehört, gelöst nach der grossen Anspannung vergangener Tage am Eidgenössischen, freuten sich die sechs Aktivschwinger ob der grossen Aufmerksamkeit, die ihnen anlässlich der Empfangsfeier vom 30. August 2016 zuteilwurde. Dass Regierungspräsident Thomas Weber höchstpersönlich am Anlass dabei war, unterstreicht die grosse Bedeutung, die unser Nationalsport innehat. Thomas Weber, der das Eidgenössische vor Ort miterlebt hatte, lobte die schwingerische Arbeit der Aktiven und ist sich sicher, dass Schwingen die Zukunft unseres Landes mitprägen wird. Er wünsche, so Weber, dass die Kultur der Bodenständigkeit auch im politischen Umfeld intensiver praktiziert würde, um die Unabhängigkeit unseres Landes zu stärken. Der Leiter des Sportamtes BL, Thomas Beugger, der sich in Schwingerkreisen sehr wohl fühlt, richtete Worte des Lobes an die jungen Sportler und bestärkte diese in ihrer konsequenten Haltung. Nur ein unermüdliches und hartes Training in den Bereichen Kraft, Mental und Taktik könne Erfolg versprechend sein, so Beugger. Er pries auch die Leistung des Kampfrichters, Harald de Vries, der während zweier Tage bei grösster Hitze seine volle Aufmerksamkeit auf die Wettkämpfe zu richten hatte. Seine Anerkennung galt ebenso der Arbeit der Technischen Leiter, der Funktionäre und der Unterstützung seitens der Familien.

Urs Lanz, der Präsident des BLKSV, hiess alle Geladenen herzlich willkommen und gratulierte den Baselbieter Schwingern. Er bedauerte, dass keiner der sechs Schwinger den Kranz erreichen konnte, weil das „verrückte Vierteli“ gefehlt hatte. Er hielt dem aber entgegen, dass an einem Eidgenössischen nur die Besten der Besten mit dabei sein könnten, von schwachen Schwingern die Rede deshalb nie sein könne. Schwäche zeigen ist beileibe auch nicht das Ding von Marc Stoffel. Er kam trotz seines Bänderrisses und bevorstehender Operation, was ihm die Teilnahme am Eidgenössischen verunmöglichte, zur Feier. Der Teamgedanke wird bei den Schwingern gelebt! So fand man Stoffel am Eidgenössischen rund um die Uhr im Schwingerzelt, wo er seine Kameraden in jeglicher Art unterstützte. Chapeau!

Beschwingt waren die abendlichen Stunden, der Fähnrich des BLKSV, Gerry Henzer, hat die Kantonale Fahne des Basellandschaftlich Kantonalen Schwingerverbandes zwar nicht geschwungen, aber mit Ehrfurcht den Fahnengruss in die Runde gegeben. Auch dies ein Zeichen des Respekts vor unserem Brauchtum.

Zu lüpfigen Klängen liessen die Schwinger beim währschaften Essen nochmals Revue passieren, analysierten ihre Gänge am Eidgenössischen in Estavayer-le-Lac und hoffen, aufgrund ihres Durchschnittsalters von knapp 22 Jahren, dass sie am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug wiederum zum Zug kommen werden.

Anita Biedert – Vogt
Medienverantwortliche BLKSV

Pressemappe

Fotos: Willi Wenger