Stucki gewinnt auf dem Solothurner Hausberg.

Schlussgang

ur. Im Schlussgang standen die Berner Gäste Stucki Christian und Anderegg Simon.

Stuckis Notenblatt zeigte nach fünf Gängen die Note 49.50, damit lag er 0.75 Punkte vor seinem Berner Kollegen Anderegg Simon. Stucki besiegte nacheinander: Gisler Bruno, Dind Samuel, Henzer Andreas, Aeschbacher Matthias und Roschi Ruedi.

Anderegg Simon stellte am Morgen mit Henzer Andreas und gewann die übrigen Gänge mit je 10 Punkten gegen Döbeli Lukas, Kramer Lario, Roth Philipp und Alpiger Nick.

In einem kurzen Schlussgang mit anfänglich gemächlichem Abtasten von beiden Seiten, machte Stucki auch mit Anderegg kurzen Prozess und legte ihn in der 2. Minute blitzschnell mit Kniekehlengriff platt.

Das Fest 

Das OK unter dem Präsidium von Michael Guldimann sorgte 5 Wochen vor dem Unspunnen für einen spannenden Schwinget auf dem Weissenstein. Als Gäste durften Delegationen aus der Südwestschweiz und dem Berner Verband empfangen werden. 

Das Wetter auf dem Weissenstein begrüsste anfangs mit einer frischen nasskalten Brise. Die Sonne vermochte sich gegen die Mittagszeit durchzusetzen und sorgte für optimales Schwingerwetter. 4600 Zuschauer, in einer bis auf den letzen Platz besetzten Schwingerarena, verfolgten die Zweikämpfe der 90 angetretenen Schwinger .

Die Schwinger

Kilian Wenger aus dem Berner Oberland trat als einziger der drei angesagten Schwingerkönige an. Glarner Matthias und Sempach Matthias fehlten. Verletzungsbedingt waren auch Stalder Remo, Räbmatter Patrick nicht vor Ort anzutreffen. Der rekonvaleszente Basler Henric Thoenen verfolgte das Geschehen als Zuschauer.

Der Morgen war geprägt von Verletzungen. Roger Erb musste bereits im 1. Gang den viel versprechenden Kampf gegen Graber Willi unterbrechen. Nach einem gekonnten Armzug, gelang es ihm fast, den bodenstarken Graber am Boden zu besiegen. Leider musste er nach diesem Kraftakt, den Wettkampf verletzungsbedingt unterbrechen und konnte in der Folge nicht mehr weiterschwingen. 

Janic Voggensperger musste nach einem harten, von Angriff und Konter geprägten Gang gegen den Schwingerkönig Wenger, ebenfalls die Schwingerhose deponieren. Sein Notenblatt war bis zu diesem Zeitpunkt vielversprechend, hatte er doch zwei gewonnene Gänge gegen Röthlisberger Simon und Weyermann Florian mit je zweimal 9.75 vorzuweisen.

Schaub Maël verletzte sich ebenfalls am Morgen und musste mit der Sanität den Platz verlassen. 

Die Gäste aus dem Bernbiet übernahmen nach der Mittagspause dann die Oberhand auf dem Weissenstein. Namentlich Stucki Christian lief zur Hochform auf. Dies bekam auch Andreas Henzer im 3. Gang zu spüren. Mit dem ersten Zug des Berner Hünen betete er ihn ins Sägemehl. Stucki legte Gang um Gang zu und gewann schlussendlich den 66. Weissenstein-Schwinget.

Kranzverteilung

Insgesamt wurden 14 Kränze vergeben Berner Verband 12, Aargau 2 Kränze.

Text: Ursula Rolle
Foto: Astrid Rohner